Tafel XII
Rutte
Lota lota mundartlich: Quappe, Aalrutte
Die Rutte ist der einzige rein im Süßwasser lebende Vertreter der Dorschartigen in Mitteleuropa, also unser heimischer Süßwasser-Dorsch. Sie ist ein nachtaktiver Kaltwasser-Bodenfisch, der bei sommerlicher Wärme weitgehend ruht und mit fallenden Temperaturen aktiv wird und intensiv frisst. In der Fränkischen Saale steht sie grundnah an Strukturen wie Steinpackungen, Buhnen, tiefen Gumpen sowie Wehr- und Brückenunterläufen mit hartem Grund.
Erkennungsmerkmale
Sicher erkennt man die Rutte an drei Merkmalen zugleich: einer einzelnen langen Kinnbartel mitten am Unterkiefer, dem dunkel marmorierten, schlangenartig langgestreckten Körper mit sehr kleinen Schuppen und starker Schleimschicht sowie der sehr langen zweiten Rücken- und Afterflosse, die bis nahe an die abgerundete Schwanzflosse reichen.
Verwechslungsarten
Der Aal trägt gar keine Bartel und besitzt eine durchgehende, ungeteilte Flosse, ist zudem einfarbig und nicht marmoriert; der Wels hat sechs Barteln, davon zwei sehr lange am Oberkiefer, und wird deutlich größer.
Tipp
Die Rutte ist ein ausgesprochener Winterfisch, den man von November bis Februar nach Einbruch der Dunkelheit auf Grund mit stark riechenden Ködern wie Tauwurmbündeln oder Fischfetzen fängt; ihr festes, weißes, mageres und grätenarmes Fleisch und besonders die große, fettreiche Leber gelten als Delikatesse.
Dieser Steckbrief ist ohne Gewähr; biologische Angaben und besonders Schonzeit/Schonmaß sind vor dem Verlassen darauf gegen die aktuelle AVBayFiG und deinen Erlaubnisschein zu prüfen. Recht & Regeln.