Tafel XII

Rutte

Lota lota mundartlich: Quappe, Aalrutte

Schonzeit keine Schonzeit
Schonmaß
0 30 60 90 120
ab 40 cm
Historische Illustration: Rutte
Illustration: Marcus Elieser Bloch, „Ichtyologie … des poissons“ (1785–1797), gemeinfrei.
Foto eines lebenden Rutte
Foto: USFWS, gemeinfrei

Die Rutte ist der einzige rein im Süßwasser lebende Vertreter der Dorschartigen in Mitteleuropa, also unser heimischer Süßwasser-Dorsch. Sie ist ein nachtaktiver Kaltwasser-Bodenfisch, der bei sommerlicher Wärme weitgehend ruht und mit fallenden Temperaturen aktiv wird und intensiv frisst. In der Fränkischen Saale steht sie grundnah an Strukturen wie Steinpackungen, Buhnen, tiefen Gumpen sowie Wehr- und Brückenunterläufen mit hartem Grund.

Erkennungsmerkmale

Sicher erkennt man die Rutte an drei Merkmalen zugleich: einer einzelnen langen Kinnbartel mitten am Unterkiefer, dem dunkel marmorierten, schlangenartig langgestreckten Körper mit sehr kleinen Schuppen und starker Schleimschicht sowie der sehr langen zweiten Rücken- und Afterflosse, die bis nahe an die abgerundete Schwanzflosse reichen.

Verwechslungsarten

Der Aal trägt gar keine Bartel und besitzt eine durchgehende, ungeteilte Flosse, ist zudem einfarbig und nicht marmoriert; der Wels hat sechs Barteln, davon zwei sehr lange am Oberkiefer, und wird deutlich größer.

Tipp

Die Rutte ist ein ausgesprochener Winterfisch, den man von November bis Februar nach Einbruch der Dunkelheit auf Grund mit stark riechenden Ködern wie Tauwurmbündeln oder Fischfetzen fängt; ihr festes, weißes, mageres und grätenarmes Fleisch und besonders die große, fettreiche Leber gelten als Delikatesse.

Fangmeldung 2015
4
gemeldete Fänge
50 cm
größter Fang
2
meldende Fänger

Alle Fangmeldungen →