Tafel XI
Schleie
Tinca tinca
Die Schleie ist ein gedrungener, dunkel oliv-grüner Karpfenartiger mit messingfarbenem Schimmer und stark schleimiger Haut. Sie ist ein grundorientierter, geselliger und eher dämmerungs- und nachtaktiver Fisch, der im Schlamm nach Nahrung gründelt. In der Fränkischen Saale meidet sie die schnelle Strömung und hält sich in den ruhigen, krautreichen Bereichen auf – in Altarmen, Buhnenfeldern, Staubereichen und an Ufer- und Schilfkanten.
Erkennungsmerkmale
Untrüglich ist die Kombination aus sehr kleinen, tief in der dicken, schleimigen Lederhaut sitzenden Schuppen, leuchtend roten bis dunkelorangen Augen und nur einem Bartelpaar in den Mundwinkeln. Hinzu kommen die durchweg abgerundeten Flossen bei auffällig hohem, kräftigem Schwanzstiel.
Verwechslungsarten
Am ehesten kommt der Karpfen in Frage, der jedoch eine lange Rückenflosse und zwei Bartelpaare (vier Barteln) besitzt, während Karausche und Giebel gar keine Barteln tragen. Die roten Augen, die stark schleimige, feinschuppige Haut und das eine Bartelpaar trennen die Schleie sicher von allen.
Tipp
Gezielt fängt man die Schleie an krautigen, strömungsberuhigten Stellen, klassisch mit der Liftmontage und Tau- oder Mistwurm; in der Küche gilt ihr weißes, festes und grätenarmes Fleisch von leicht nussigem Aroma als hochwertig, wobei man vor dem Garen nur den Schleim gründlich abwäscht.
Dieser Steckbrief ist ohne Gewähr; biologische Angaben und besonders Schonzeit/Schonmaß sind vor dem Verlassen darauf gegen die aktuelle AVBayFiG und deinen Erlaubnisschein zu prüfen. Recht & Regeln.