Tafel X

Nase

Chondrostoma nasus

Schonzeit 1. März – 30. April
Schonmaß
0 30 60 90 120
ab 30 cm
Historische Illustration: Nase
Illustration: Marcus Elieser Bloch, „Ichtyologie … des poissons“ (1785–1797), gemeinfrei.
Foto eines lebenden Nase
Foto: André Karwath, CC BY-SA 2.5

Die Nase ist ein geselliger Schwarmfisch der schnell strömenden, sauerstoffreichen Abschnitte über steinig-kiesigem Grund. Mit ihrer scharfkantigen Hornlippe weidet sie den Algenbelag von Steinen ab und erfüllt damit eine wichtige Rolle im Flussökosystem. In der Fränkischen Saale lebt sie grundnah in den Strömungsrinnen der Barben- und Äschenregion, oft gemeinsam mit Barbe, Äsche und Döbel.

Erkennungsmerkmale

Kennzeichnend sind die vorspringende, nasenartige Schnauze und das stark unterständige Maul mit quergestellter, scharfkantig verhornter Unterlippe. Beim Ausnehmen fällt zudem das tiefschwarze Bauchfell sofort auf – ein nahezu eindeutiges Merkmal.

Verwechslungsarten

Die Barbe trägt vier Barteln und weiche, fleischige Lippen, die Nase dagegen keine Barteln und eine harte Querlippe; der Döbel hat ein großes, endständiges Maul statt des unterständigen. Im Zweifel hilft das schwarze Bauchfell, das beiden fehlt.

Tipp

Als grätenreicher, geschmacklich eher schwacher und in Bayern stark gefährdeter Fisch ist die Nase vor allem ein anglerisch und ökologisch wertvoller Fang, den man am besten schonend zurücksetzt; falls beangelt, gelten kleine Madenbündel als Top-Köder, während süßliche Aromen eher abschrecken.

Fangmeldung 2015
15
gemeldete Fänge
56 cm
größter Fang
8
meldende Fänger

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