Tafel IX

Karpfen

Cyprinus carpio

Schonzeit keine Schonzeit
Schonmaß
0 30 60 90 120
ab 35 cm
Historische Illustration: Karpfen
Illustration: Marcus Elieser Bloch, „Ichtyologie … des poissons“ (1785–1797), gemeinfrei.
Foto eines lebenden Karpfen
Foto: Rob Hille, gemeinfrei

Der Karpfen ist ein großer, wärmeliebender Friedfisch, der gründelnd den weichen Boden nach Nahrung durchwühlt und gern in kleinen Trupps unterwegs ist. In der Fränkischen Saale findet man ihn in den wärmeren, strömungsberuhigten Abschnitten des Unterlaufs, etwa in Stauhaltungen, Buchten, Altarmen sowie hinter Buhnen und Wehren, oft mit Wasserpflanzen und überhängenden Ästen. Flusskarpfen sind dabei meist schlanker und beweglicher als ihre Artgenossen aus Seen und Teichen.

Erkennungsmerkmale

Sicherstes Merkmal sind die vier Barteln in zwei Paaren am unterständigen, rüsselartig vorstülpbaren Maul, wobei das vordere Paar kürzer ist als das hintere. Dazu kommen eine lange Rückenflosse mit eingebuchtetem Außenrand und ein kräftiger, oft hochrückiger Körper.

Verwechslungsarten

Karausche und Giebel sehen ähnlich aus, besitzen aber gar keine Barteln, sodass die Faustregel gilt: Barteln vorhanden bedeutet Karpfen, keine Barteln bedeutet Karausche oder Giebel. Junge Karpfen lassen sich von der Schleie abgrenzen, die nur ein sehr kurzes Bartelpaar trägt.

Tipp

Karpfen sind vorsichtig, daher sind Anfüttern und Spotwahl an warmen, langsamen Abschnitten oft entscheidend, etwa mit Boilies an der Haarmontage oder Mais; ein bartelloser Doppelgänger sollte wegen der ganzjährig geschonten Karausche im Zweifel schonend zurückgesetzt werden.

Fangmeldung 2015
59
gemeldete Fänge
67 cm
größter Fang
28
meldende Fänger

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