Tafel VIII
Hecht
Esox lucius
Der Hecht ist der bekannteste heimische Raubfisch und ein getarnter Lauerjäger, der seine Beute mit blitzartigem Antritt aus dem Stand attackiert. In der Fränkischen Saale steht er nicht in der Hauptströmung, sondern an strömungsberuhigten, deckungsreichen Stellen wie Buhnenfeldern, Altarmen, Kraut- und Schilfzonen, tiefen Gruben und Bereichen hinter Wehren. Als Top-Räuber ernährt er sich überwiegend von Fischen und reguliert so die Bestände im Gewässer.
Erkennungsmerkmale
Unverkennbar sind das lange, flache, entenschnabelartige Maul mit kräftigen Fangzähnen und die weit nach hinten ans Körperende verlagerten Rücken- und Afterflossen, die sich dicht vor der Schwanzflosse gegenüberstehen. Der Körper ist torpedoförmig und grünlich bis bräunlich mit helleren Flecken getarnt.
Verwechslungsarten
Praktisch unverwechselbar – schon die Kombination aus entenschnabelartigem Maul und den ganz hinten stehenden Flossen identifiziert den Hecht eindeutig, auch bei Jungfischen, und keine ähnlich gebaute heimische Art kommt in Frage.
Tipp
Beim Spinnfischen mit Kunstködern an Krautkanten und Strömungsschatten ist wegen der scharfen Zähne ein Stahl- oder Titanvorfach Pflicht; in der Küche ergibt das feste, magere Fleisch klassisch Hechtklößchen oder Hecht in Rahmsoße.
Dieser Steckbrief ist ohne Gewähr; biologische Angaben und besonders Schonzeit/Schonmaß sind vor dem Verlassen darauf gegen die aktuelle AVBayFiG und deinen Erlaubnisschein zu prüfen. Recht & Regeln.