Tafel VII
Brasse
Abramis brama mundartlich: Brachse
Kein Schonmaß — nur entnehmen, was verwertet wird.
Die Brasse ist der gesellige Bodenfisch ruhiger Gewässer und der namensgebende Leitfisch der Brachsenregion. In der Fränkischen Saale lebt sie vor allem in den tieferen, strömungsberuhigten Abschnitten des Unterlaufs, in Stauhaltungen oberhalb von Wehren sowie in ruhigen, krautreichen Buchten und Altarmen. In großen Schwärmen durchwühlt sie den weichen Grund nach Nahrung, tagsüber in der Tiefe, abends und nachts in flacheren Uferzonen.
Erkennungsmerkmale
Kennzeichnend sind der extrem hochrückige, seitlich stark abgeflachte Körper, die auffällig lange Afterflosse und eine dicke Schleimschicht auf den großen Schuppen. Die Flossen sind durchgehend grau bis dunkel und niemals rötlich.
Verwechslungsarten
Am ähnlichsten ist die Güster: Sie hat rötliche Brust- und Bauchflossen und große Augen, während die Brasse einheitlich graue Flossen, kleine Augen und eine deutlich längere Afterflosse zeigt. Die Zährte fällt durch ihre vorstehende dunkle „Rußnase“ und eine kürzere Afterflosse auf.
Tipp
Auf Brassen lohnt sich konsequentes Anfüttern auf einen Punkt, etwa beim Feedern, am besten früh morgens und in der Dämmerung; wegen der vielen Gräten eignet sich der Fang gut für Fischfrikadellen oder geräuchert.
Dieser Steckbrief ist ohne Gewähr; biologische Angaben und besonders Schonzeit/Schonmaß sind vor dem Verlassen darauf gegen die aktuelle AVBayFiG und deinen Erlaubnisschein zu prüfen. Recht & Regeln.