Tafel V

Barbe

Barbus barbus

Schonzeit 1. Mai – 30. Juni
Schonmaß
0 30 60 90 120
ab 40 cm
Historische Illustration: Barbe
Illustration: Marcus Elieser Bloch, „Ichtyologie … des poissons“ (1785–1797), gemeinfrei.
Foto eines lebenden Barbe
Foto: gailhampshire, CC BY 2.0

Die Barbe ist der namensgebende Leitfisch der Barbenregion und ein kampfstarker, grundorientierter Schwarmfisch der strömungsreichen, kiesigen Flussabschnitte. In der Fränkischen Saale kommt sie natürlich vor und steht dank ihrer torpedoförmigen Gestalt kraftsparend dicht am Grund – an Kiesbänken, Strömungskanten und hinter Steinen sowie in Wehr- und Brückenunterströmungen. Sie ist überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und gründelt nach Wirbellosen.

Erkennungsmerkmale

Das sichere Kennzeichen sind vier Barteln am rüsselartigen, unterständigen Maul mit dicken, fleischigen Lippen. Dazu kommen ein langgestreckter, fast drehrunder Körper und bei älteren Tieren ein gezähnter Hartstrahl in der Rückenflosse.

Verwechslungsarten

Verwechslungsgefahr besteht vor allem bei jungen Barben: Der Gründling hat nur zwei Barteln und bleibt klein, die Nase trägt gar keine Barteln und hat eine scharfkantige, quergestellte Hornlippe. Im Zweifel die Barteln zählen – vier bedeuten Barbe.

Tipp

Die kampfstarke Barbe lässt sich gut mit Grundangeln oder Feeder auf Mais, Wurm oder Pellets befischen; Vorsicht in der Küche, denn Rogen und das umgebende Bauchfleisch sind giftig und müssen entfernt werden.

Fangmeldung 2015
14
gemeldete Fänge
77 cm
größter Fang
10
meldende Fänger

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