Tafel XVI

Rotfeder

Scardinius erythrophthalmus

Schonzeit keine Schonzeit
Schonmaß

Kein Schonmaß — nur entnehmen, was verwertet wird.

Historische Illustration: Rotfeder
Illustration: Marcus Elieser Bloch, „Ichtyologie … des poissons“ (1785–1797), gemeinfrei.
Foto eines lebenden Rotfeder
Foto: Hubi47, CC0

Die Rotfeder ist ein geselliger, messing- bis goldglänzender Karpfenfisch mit leuchtend orange- bis blutroten Flossen und einem hochrückigen Körper. In der Fränkischen Saale ist sie noch stärker als das Rotauge an stehende bis sehr langsam fließende, stark verkrautete Bereiche gebunden und hält sich oft nahe der Oberfläche in ruhigen, pflanzenreichen Buchten, Altarmen und Staubereichen auf. Als wärmebedürftiger Oberflächen- und Pflanzenfresser ist auch sie für die Saale belegt.

Erkennungsmerkmale

Kennzeichnend sind das oberständige, nach oben gerichtete Maul mit vorstehendem Unterkiefer, die gelb-goldene Iris, die deutlich nach hinten versetzte Rückenflosse und die scharf gekielte Bauchkante zwischen Bauch- und Afterflosse.

Verwechslungsarten

Vom sehr ähnlichen Rotauge trennen sie das oberständige statt endständige Maul, die Rückenflosse deutlich hinter statt über der Bauchflosse, das gelb-goldene statt rote Auge und die scharf gekielte statt abgerundete Bauchkante zwischen Bauch- und Afterflosse.

Tipp

Für die oberflächennahe Rotfeder lohnt sich das feine Posenangeln flach oder im Mittelwasser mit Maden, Brot oder Mais; das zarte Fleisch ist sehr grätenreich und gelingt am besten sauer eingelegt oder als ausgebackener Backfisch.