Tafel I

Aal

Anguilla anguilla

Schonzeit 1. Oktober – 31. Dezember
Schonmaß
0 30 60 90 120
ab 50 cm
Historische Illustration: Aal
Illustration: Marcus Elieser Bloch, „Ichtyologie … des poissons“ (1785–1797), gemeinfrei.
Foto eines lebenden Aal
Foto: David Perez, CC BY 3.0

Der Aal ist ein nachtaktiver Bodenfisch mit schlangenförmigem Körper, der sich in der Fränkischen Saale vor allem an strömungsberuhigten, strukturreichen Stellen aufhält – an Steinschüttungen und Buhnen, im Wurzelwerk und Totholz, in ruhigen Kolken hinter Strömungshindernissen sowie an Wehr- und Brückenbereichen. Tagsüber steht er versteckt im Substrat, nachts geht er auf Nahrungssuche. Eine Besonderheit ist seine Wanderung: Er laicht nicht im Fluss, sondern zieht als Blankaal über Main und Rhein bis in die ferne Sargassosee.

Erkennungsmerkmale

Sicherstes Merkmal ist der durchgehende Flossensaum aus Rücken-, Schwanz- und Afterflosse ohne abgesetzte Schwanzflosse, dazu der drehrunde, schlangenförmige Körper mit fast schuppenlos wirkender, stark schleimiger Haut. Er besitzt zwei kleine Brustflossen, aber keine Bauchflossen.

Verwechslungsarten

Am ehesten mit dem Neunauge zu verwechseln: Dieses hat jedoch ein kieferloses, rundes Saugmaul, sieben seitliche Kiemenöffnungen und keine Brustflossen, während der Aal ein echtes Kiefermaul, nur eine Kiemenspalte je Seite und Brustflossen besitzt. Ein versehentlich gefangenes Neunauge ist ganzjährig geschont und schonend zurückzusetzen.

Tipp

Am besten in warmen, dunklen Nächten mit Grundmontage auf Tauwurm oder Fischfetzen, am Biss zügig anschlagen und vom Versteck wegführen; das rohe Aalblut ist giftig, wird aber durch ausreichendes Erhitzen beim Garen oder Räuchern unschädlich.

Fangmeldung 2015
66
gemeldete Fänge
80 cm
größter Fang
29
meldende Fänger

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