Tafel XIV

Koppe

Cottus gobio

Schonzeit 1. Februar – 30. April
Schonmaß

Kein Schonmaß — nur entnehmen, was verwertet wird.

Historische Illustration: Koppe
Illustration: Marcus Elieser Bloch, „Ichtyologie … des poissons“ (1785–1797), gemeinfrei.
Foto eines lebenden Koppe
Foto: Xocolatl, CC0

Die Koppe, überregional meist Groppe oder Mühlkoppe genannt, ist ein kleiner, höchstens etwa 15 bis 18 Zentimeter langer Bodenfisch sauberer, sauerstoffreicher und kühler Fließgewässer und gilt als Zeigerart für gute Gewässerqualität. In der Fränkischen Saale kommen ihr vor allem die kühleren, schnell strömenden und gut strukturierten Abschnitte der Rhön- und Mittelgebirgsprägung entgegen. Da ihr eine funktionsfähige Schwimmblase fehlt, ist sie ein schlechter Schwimmer, der nachtaktiv und gut getarnt ruckartig über den steinigen Grund hüpft.

Erkennungsmerkmale

Sicher kenntlich an drei Merkmalen: dem breiten, platten, froschartigen Kopf, den sehr großen, fächer- bis segelartig gespreizten Brustflossen und der schuppenlosen, glatten und glitschigen Haut.

Verwechslungsarten

Sie gilt als praktisch unverwechselbar; das sicherste Trennmerkmal gegenüber den ähnlich kleinen Bodenfischen ist das Fehlen von Barteln, denn Bachschmerle (sechs Barteln) und Gründling (zwei Barteln und deutlich beschuppt) tragen stets Barteln, die Koppe nie.

Tipp

Als Angelzielfisch ist sie unbedeutend und zudem geschützt, daher sollte ein versehentlicher Beifang vorsichtig mit nassen Händen und unter Beachtung des Kiemendeckeldorns rasch zurückgesetzt werden.